Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schülern mit den Lehrerinnen des Kunstprofils am Montfortgymnasium das Fastentuch in der St. Galluskirche gestaltet. Es greift das Thema der Fastenpredigtreihe auf „Schalom – Frieden ist möglich“. Zu sehen sind sieben Blüten aus weißem Transparentpapier. Sie werden jeweils durch eine LED-Leuchte erhellt. Daran hängen Blütenpollen aus gelb-orange Bänder. Auf den Bändern stehen Gedanken zum Thema Frieden. Dahinter hängt wie ein Vorhang ein Hagelschutznetz, das sich zum Lebensbaum hin öffnet. Die sieben Blüten stehen für die sieben Kontinente der Welt. Die Blüten wirken sehr filigran und zerbrechlich, wie es der Friede auch oft ist. Die Blütenpollen machen deutlich, dass die Blüten einmal zu Früchten werden können. Aber der Friede muss wachsen, durch das Zutun viele Menschen. Das warme Licht in der Blüte wirkt wie ein Friedenslicht, das das Dunkle in der Welt verdrängen kann. Der Vorhang dahinter, das Hagelschutznetz, schützt im Obstbau die Früchte vor Schaden. Doch es wird auch noch anders verwendet: Im Ukrainekrieg werden diese Netze über die Straße gespannt, um die Menschen und Fahrzeuge, die darauf unterwegs sind, vor Drohnenangriffen zu schützen. Danke an Johannes Junker, der sich um die technische Umsetzung kümmerte und der Schulgemeinschaft des Montfortgymnasiums für diesen ermutigenden Friedensappell.
Text und Bild: Pfarrer Hermann Riedle